YouTube

YouTube Shorts deaktivieren: Neue Maßnahme nach Suchturteil?

YouTube Shorts ausblenden

Jahrelang war die Antwort auf die Frage, ob man YouTube Shorts deaktivieren kann, ernüchternd simpel: Nein. Wer die endlosen Kurzvideos nicht sehen wollte, musste sich mit Workarounds abfinden oder einfach damit leben. Jetzt, im April 2026, gibt es erstmals eine offizielle Einstellung, mit der man YouTube Shorts deaktivieren kann. Das klingt nach einer Kleinigkeit,  ist aber für Millionen genervter Nutzer ein echter Gamechanger.

FutureBiz Erklärung: So funktioniert das YouTube Shorts Limit

YouTube hat eine Null-Minuten-Zeitlimit-Option für die Video-Funktion eingeführt, die das YouTube Shorts Deaktivieren für iOS und Android effektiv möglich macht.

Die Funktion versteckt sich dabei nicht etwa in einem Sondermenü, sondern im Bereich Zeitmanagement der App. Um YT Shorts deaktivieren zu können, geht ihr folgendermaßen vor:

  1. Profil-Einstellungen der YouTube-App öffnen
  2. Kategorie “Zeitmanagement” aufrufen
  3. “Limit für den Shorts-Feed” öffnen
  4. Gewünschte Einstellung setzen/ 0 Minuten für Abschaltung

Zur Auswahl stehen dabei Limits von 15, 30 oder 45 Minuten sowie einer oder zwei Stunden täglich – und eben die neue Option: 0 Minuten, sprich: YouTube Shorts komplett ausblenden. Sobald das Limit erreicht wird, zeigt der Shorts-Tab keine Videos mehr an, sondern nur einen Hinweis, dass das Shorts-Feed-Limit erreicht wurde. Tests zeigen, dass dadurch auch Shorts vom Startbildschirm verschwinden.

YouTube Shorts deaktivieren – aber mit Einschränkungen?

Wer jetzt hofft, YouTube Shorts vollständig und für immer aus dem System zu verbannen, sollte die Erwartungen etwas zügeln. Vollständig aus dem System radiert werden Shorts nicht. Shorts im Abo-Feed können weiter auftauchen, und einzelne Clips bleiben über direkte Links erreichbar. Shorts werden eher stark gebremst als restlos vernichtet.

Außerdem läuft der Rollout noch nicht überall: Wer die Option noch nicht in der App findet, muss vermutlich einfach warten, bis der Rollout abgeschlossen ist. 

Warum kommt diese Funktion erst jetzt?

Zuvor erlaubte die App Nutzern lediglich, ein Mindest-Shorts-Zeitlimit von 15 Minuten pro Sitzung zu setzen. Mit dem neuen Update wurde die 0-Minuten-Option hinzugefügt, die YT Shorts auf dem Smartphone faktisch abschaltet.

Diese Möglichkeit wurde im Januar 2026 zunächst auf Eltern ausgeweitet, damit diese die Shorts-Nutzungszeit ihrer Kinder regulieren können. Die 0-Minuten-Option war dabei zunächst als „demnächst verfügbar“ markiert. Dass reguläre Nutzerkonten nun ebenfalls profitieren, ist eine direkte Reaktion auf anhaltende Kritik.

Dass YouTube ausgerechnet jetzt reagiert, ist kein Zufall. Im Fokus eines wegweisenden US-Gerichtsverfahrens standen Funktionen wie das endlose Scrollen, bei dem Inhalte ohne Pause nachgeladen werden, Algorithmen, die immer passendere Inhalte vorschlagen, und Videos, die automatisch starten. Diese Mechanismen wurden im YouTube Gerichtsurteil gezielt als konstruiert beschrieben, um Aufmerksamkeit zu binden. 

Kann man YouTube Shorts ausblenden und sollte man es?

Ob ihr YT Shorts nun aus Überzeugung deaktivieren wollt, weil die endlose Schleife an Kurzclips euren Alltag stört oder weil ihr einfach mehr Kontrolle über euren Medienkonsum zurückgewinnen wollt: Die Option ist da.

Sie ist kein perfektes Abschalten, aber ein echtes Werkzeug. Schaut in eurer App unter Einstellungen nach, ob das YouTube Shorts Limit bei euch bereits verfügbar ist. Falls noch nicht: Geduld, der Rollout läuft.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz ConsultingBlogger in charge at Futurebiz. Speaker, author and senior digital & social media consultant at the BRANDPUNKT agency. Jan Firsching advises brands and companies on the development and implementation of digital and social media strategies.

Deine Meinung?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.