
Pinterest rollt mit “Promote a Pin” eine neue Funktion aus, die für viele Creator, Shops und kleine Marken ziemlich relevant werden dürfte. Der Grund ist simpel: Statt eine komplette Kampagne im Ads Manager aufzusetzen, könnt ihr künftig einzelne Pins direkt boosten.
Pinterest beschreibt das Feature selbst als besonders einfachen Weg, um Reichweite auszubauen, neue Zielgruppen zu erreichen und Ergebnisse zu erzielen, ausdrücklich auch ohne große Werbe-Erfahrung.
Gerade für alle, die bereits mit Pinterest Business arbeiten, ist das spannend. Denn bisher war Pinterest Werbung schalten oft deutlich technischer als auf anderen Plattformen. Mit Promote a Pin nähert sich Pinterest nun klar dem bekannten Boost-Prinzip von Instagram, Facebook oder TikTok an – aber eben mit der eigenen Shopping- und Suchlogik der Plattform.
Pinterest Business Account: Warum das neue Feature gerade jetzt kommt
Pinterest baut sein Werbeangebot seit einiger Zeit gezielt für kleinere Unternehmen und Creator aus. Das neue Feature passt genau in diese Strategie. Laut Pinterest soll Promote a Pin vor allem dabei helfen, organisch gut laufende Inhalte schnell mit Budget zu verstärken. Nutzer wählen dabei Ziel, Budget und Laufzeit aus, während Pinterest die Auslieferung an Nutzer übernimmt, die eher wahrscheinlich mit dem Inhalt interagieren.
Für euren Pinterest Business Account heißt das: Ein guter organischer Pin kann jetzt viel schneller zum Werbemittel werden. Genau das dürfte den Einstieg für viele erleichtern, die zwar regelmäßig Content posten, aber bisher keinen vollständigen Anzeigen-Funnel aufsetzen wollten. Wer schon einen Business Account auf Pinterest nutzt, bekommt damit eine deutlich niedrigere Einstiegshürde in bezahlte Reichweite.
Pinterest Pin erstellen und direkt bewerben
Spannend ist vor allem der Workflow. Ihr müsst nicht erst eine völlig neue Kampagne entwickeln, sondern könnt einen bestehenden Beitrag nutzen. Wer also ohnehin regelmäßig einen Pinterest Pin erstellen oder in seine Content-Strategie integrieren will, kann erfolgreiche Inhalte künftig viel direkter skalieren. Das ist besonders interessant für Creator, die organisch testen wollen, welche Ideen funktionieren, bevor sie mehr Budget investieren.
Pinterest argumentiert dabei mit einem klaren Vorteil der eigenen Plattform: Die Inhalte werden nicht nur ausgespielt, weil sie unterhaltsam sind, sondern weil Nutzer auf Pinterest oft schon mit konkreter Inspirations- oder Kaufabsicht unterwegs sind. Das Unternehmen verweist aktuell auf 619 Millionen monatlich aktive Nutzer und auf mehr als 80 Milliarden Suchanfragen pro Monat. Für Werbetreibende ist das ein starkes Signal, weil Reichweite hier enger mit Produktinteresse verknüpft ist als auf vielen anderen Netzwerken.
Werbung auf Pinterest: Was sich konkret ändert
In der Praxis dürfte Pinterest Werbung damit zugänglicher werden. Statt direkt tief in den Ads Manager einzusteigen, könnt ihr mit kleinen Budgets schneller testen, welche Motive, Produkte oder Creatives Resonanz erzeugen. Pinterest nennt außerdem den eigenen Taste Graph als Grundlage für das Targeting. Damit sollen beworbene Pins genau den Nutzern gezeigt werden, die thematisch am besten passen.
Wichtig ist aber auch: Promote a Pin ersetzt nicht die größeren Kampagnenformate. Parallel setzt Pinterest weiter auf seine KI- und Automatisierungslösungen unter dem Namen Performance+. Diese Tools sind weiterhin für umfangreichere Kampagnen mit Consideration-, Conversion- oder Catalog-Sales-Zielen gedacht. Das neue Boost-Feature ist also eher der schnelle Einstieg, während Performance+ die komplexere Ausbaustufe bleibt.
Pinterest Werbung Möglichkeiten 2026: Chance vor allem für kleine Marken
Genau darin liegt wahrscheinlich der größte Wert der Neuerung. Die Pinterest Werbung Möglichkeiten werden 2026 nicht nur größer, sondern auch einfacher zugänglich. Wer einen Business Pinterest Account betreibt und bislang vor komplizierten Setups zurückgeschreckt ist, bekommt jetzt einen klar verständlichen Zwischenschritt. Das dürfte besonders für kleine Shops, Solo-Brands und Creator interessant sein, die nicht sofort große Kampagnen buchen wollen.
Unterm Strich macht Pinterest damit etwas, das überfällig war: gute organische Inhalte schneller in performante Anzeigen zu verwandeln. Für euch heißt das vor allem eines: Wenn ihr Pinterest bisher nur als Traffic-Kanal gesehen habt, wird die Plattform jetzt auch als einfacher Ad-Kanal deutlich interessanter.
Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz Consulting
Blogger in charge at Futurebiz. Speaker, author and senior digital & social media consultant at the BRANDPUNKT agency. Jan Firsching advises brands and companies on the development and implementation of digital and social media strategies.



